KØPI 137 - News:

19. Sep. 2008 | Villa Amalias, Athen

Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Spendenveranstaltungen, Spendenkisten und Spenden-Shirts für die Villa Amalias in Athen, einem Haus, welches seit nunmehr 18 Jahren besetzt ist. Im Mai diesen Jahres gab es dort zwei Brandanschläge, wobei das Haus erheblich beschädigt wurde. Der Wiederaufbau des zerstörten Traktes hat begonnen. Folgend eine Erklärung der Besetzer und ihrer Unterstützer:


Ihr werdet uns nicht unterkriegen!


Über die erste Brandstiftung, die zweite und deren Gründe...

Am Sonntag, den 18.05.08 um 7:30 Uhr morgens, bricht in dem besetzten Haus Villa Amalias in der Aharnonstrasse in Athen ein Feuer aus. Bevor es gelöscht werden kann, verursacht es einigen Sachschaden. Unmittelbar darauf versammeln sich im Squat viele Freunde und Unterstützer, die schnell mit der Reparatur der entstandenen Schäden beginnen.
Gerade mal 30 Stunden später, am 19.05 gegen 13:00 Uhr, startet eine paramilitärische Überwachungseinheit, am helllichten Tage von einer vielbefahrenen Strasse aus, einen Angriff auf das Haus mit brennbaren Materialien, mit denen ein zweites Feuer ausgelöst wird. Wieder ist die Solidarität gross und die Unterstützer beginnen sofort mit der erneuten Reparatur.

Diese mit Todesopfern kalkulierten Attacken fallen in eine Zeit vermehrter Angriffe auf sozialpolitische Zentren, besetzte Häuser, Bürgerkommitees und nicht-hierarchische Gewerkschaften. 
Diese Gewalt entsteht nicht von allein. Der Staat ist direkter oder indirekter Auftraggeber und Beschützer dieser Aktionen. Diejenigen, die die Befehle geben und ausführen, gehören zu den parastaatlichen Mechanismen, die durch Terror den Kampf für eine Welt ohne Herren und Sklaven beantworten.
Villa Amalias, ein offen besetztes sozial-politisches Zentrum, welches nun seit 18 Jahren selbstverwaltet und kollektiv aktiv ist, steht allein nur, weil es existiert und aktiv ist, für all die Eigenschaften, die nötig sind, um auf die schwarze Liste dieser Idioten zu kommen.
Für sie sind wir die Stacheln im Zentrum dieser grauen Stadt. 
Sie sind angeekelt von dem, was wir sind und was wir tun. Und es ist ja auch nicht das erste mal, dass sie vor unserer Tür aufgetaucht sind. Sie sind angeekelt von der Tatsache, dass wir uns, in dieser Welt des individualisierten Elends, nicht nur um uns selber kümmern, sondern dass wir uns entschlossen haben, sozial zu handeln und kollektiv zu leben. 
Sie ekeln sich vor der Tatsache, dass Solidarität und Widerstand für uns nicht nur Wahlkampfgelaber sind, sondern in unserem täglichen Leben verwurzelt sind.  
Sie sind angeekelt von der Tatsache, dass wir lieber besetzen, anstatt Eigentümer und Schuldner zu werden. 
Sie sind genervt, dass wir lieber auf Seiten der Immigranten stehen, als dass wir sie terrorisieren und treten. 
Sie sind genervt von der Tatsache, dass wir nichts auf die leuchtende Leere der Medien und ihres Lifestyles geben, sondern dass wir selbstgewählt unser Leben in einer nichtkommerziellen Lebensweise zum Ausdruck bringen. 
Sie sind genervt.. die Liste liesse sich endlos fortsetzen, aber wir denken, wir können es bei dieser Aufzählung belassen.

Wenn sie glauben sie können uns Angst machen, einschüchtern und sozial isolieren oder politisch verschwinden lassen, dann verkaufen sie sich selbst für blöd. Niemand wird uns das nehmen können, was wir seit 18 Jahren aufbauen. Wir sind viele, wir sind verschieden und doch auch gleich. Wir kennen die Gründe, wir wissen wie´s läuft und wir werden für immer da sein. 
Staatliche und parastaatliche Arschgeigen: Wir sind immer noch da und wir werden bleiben! 
An die mörderischen Attentäter: Es gibt keine Schlupflöcher für Menschen wie euch!  
An die griechische Polizei: Eure Masken sind schon vor langer Zeit gefallen.  Eure Demokratie muss richtig stolz auf euch sein. 
An die Möchtegern-Eigentümer: Als wir es verwüstet und fast zerstört aufgefunden haben, haben wir es repariert und mit Leben gefüllt. 
Wir werden es wieder reparieren, also träumt weiter!

Die Besetzer und Unterstützer der Villa Amalias
Aharnon Strasse 80, Ecke Heiden Strasse, Athen

 

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Some informations about all the information-events, donation-shirts and other donation-s.t.u.f.f. for the squat Villla Amalias in Athens, which is squatted since 18 jears. Two fire bomb attacks in May ´08 destroyed a part of the house. The reconstruction has begun. Following a statement of the Villa Amalias squatters:

You can´t bring us down!

About the first fire, the second fire and their reasons...


On sunday 18/5 about 7:30 am a fire bursts out at Villa Amalias squat in Aharnon street, which, before being put out, causes material damages. Immediately a lot of friends and comrades gathered in the squat, who, later start working for the restauration of the damages.
Almost 30 hours later, at about 1:00 pm of May the 19th, a parastate group, after having the area closely watched, attacks during the day at one of the most crowded streets of Athens, with inflammable materials, causing a second fire.
Solidarity is again massive and people start immediately to fix the damages on the building.
These two morderous attacks come just to upgrade the level of a series of attacks, which, for many months now, have targeted open social-political centers, squats, citizen committees and anti-hierarchical working unions. This violence doesn´t come alone. The state is it´s direct or indirect commander and protector. The ones who give and execute the orders are the parastate mechanisms, who, through bullying, answer to those who fight for a world without masters and slaves.
Villa Amalias, an open squatted, social-political center, which exists and acts in a self organized and collective way since 18 jears, accumulates, in it´s own existence and action all of these characteristics which put it in the black list of those bastards.
For them, we are nothing more then the thorns in the centre of this grey city. They are annoyed by what we are and what we do. Besides, it´s not the first time that- with or without uniforms- they came to our door.
They are annoyed by the fact that in a world of individualized misery, we don´t only care for ourselves, but we choose to act socially and to live collectively.
They are annoyed by the fact that for us, solidarity and resistance is not only pre-election words, but genuine ways of life.
They are annoyed by the fact that, instead of being owners and loan-takers, we are squatters.
They are annoyed by the fact that, instead of bullying and beating immigrants, we choose to stand on their side.
They are annoyed by the fact that we don´t belong to the flashy emptiness of the media and their life style, but we choose to express ourselves in an anti-commercial way.
They are annoyed.. This list goes far, but we think that these will do it.
If they think they can scare, intimidate and isolate us socially and vanish us politically, well, they´re just fooling themselves.
Noone will ever take from us what we have been creating for 18 jears now.
We are many, different and equal. We have the reasons, we have the ways and everything goes on!
STATE AND PARASTATE BASTARDS WE ARE HERE NOW AND WE WILL BE HERE!

Villa Amalias squat
80 Aharnon and Heyden street, Athens

 

 

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