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Aufruf zu den Freiräume-Aktionstagen in Berlin:
Mit
dem Kampf um das Ungdomshuset wachte
die eingeschlafene Freiräumebewegung wieder auf. Die Radikalität und
Entschlossenheit dieses Kampfes hatte viele motiviert sich aktiv in die Bewegung
mit einzubringen. So gab es internationale Solidaritätsaktionen und als die
AktivistInnen nach Kopenhagen mobilisierten, packten viele ihre Rucksäcke, um
ihnen bei der Verteidigung des Ungdomshuset vor Ort zur Seite zu stehen. Von der
Ernsthaftigkeit motiviert, mit der die Menschen im Dezember 2006 auf die Straßen
gingen, veranlasste die Räumung eine Vielzahl von Menschen, den Kampf um Freiräume
weiter voranzutreiben. Allein in Deutschland fanden nach der Räumung
Soliaktionen in über 20 Städten statt. Nach der Räumung hielten die Proteste
für ein neues Jugendhaus bis heute weiter an.
Auch
der Wille nach internationaler Vernetzung kam immer wieder auf. Als Folge dessen
gab es, seit langer Zeit, ein erstes internationales SquatterInnentreffen in
Djion. Bei diesem Treffen wurden die dezentralen
Squatterdays für den 11./12. April 2008 ausgerufen. Diese zwei Tage wurden
kreativ dazu genutzt, die europäische/globale politische Bewegung um autonome Räume
und besetzte Häuser ins Blickfeld zu rücken. (Quelle:http://april2008.squat.net/index.php/category/Deutsch/lang-pref/de)
Ein Nachbereitungstreffen zu den
Squatterdays wird es am 24. – 26. Mai in Berlin geben.
Auch
in Berlin hat es seit November
letzten Jahres Vernetzungstreffen gegeben. Aus diesen Treffen entstand im
Februar die Kampagne „Wir bleiben Alle
– selbstorganisierte Freiräume erkämpfen und verteidigen“. Die
Kampagne basiert auf einem DIY- Konzept und entwickelte zunächst die vorläufigen
Eckpunkte und Zielsetzungen. Jeder Mensch, der sich mit diesen identifiziert,
kann unter dem Label der Kampagne Aktionen organisieren (mehr Infos unter
wba.blogsport.de).
Mit
der angekündigten Räumung der Köpi stand Berlin im Fokus der Freiräumebewegung.
So gab es unzählige Aktionen, um auf die angedrohte Räumung der Köpi
aufmerksam zu machen. Auch nach Berlin wurde international mobilisiert und es
ist nicht zuletzt dieser Mobilisierung und der damit verbundenen Öffentlichkeitsarbeit
zu verdanken, dass eine Räumung der Köpi auf absehbare Zeit nicht stattfinden
wird.
Trotzdem
wurde immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass die Köpi nur EINES von
vielen bedrohten Projekten in Berlin ist. Lebendiger Ausdruck dieses Gefühls
der Gemeinsamkeit war die „One Struggle
– One Fight“ Demonstration im Dezember 2007.
Die
Verteidigung ALLER autonomen Freiräume war die wesentliche Aussage dieser
Demonstration, womit auch klar gemacht wurde, dass ein Angriff auf EIN Projekt
von uns ALLEN beantwortet wird. Daran hat sich nach dem Vertragsabschluss für
die Köpi nichts geändert. Auch wenn das Magazin „Der Spiegel“ mit dem
Vertragsabschluss der Köpi den Häuserkampf in Berlin für beendet erklärt
hat, widersprechen wir dem energisch: weiterhin sind durch sogenannte
„Aufwertungsprozesse“ und der damit im Zusammenhang stehenden
„Stadtumstrukturierung“ (Gentrifizierung) eine Vielzahl unserer Freiräume
bedroht.
Um
dieser Bedrohung solidarisch und entschlossen entgegenzutreten, rufen wir euch
alle auf, zu den FREIRÄUME -
AKTIONSTAGEN vom 27.5. - 1.6.
nach Berlin zu kommen.
WIR
wollen die Vernetzungen zwischen uns vorantreiben. WIR wollen uns über die
unterschiedlichen Situationen in den verschiedenen Ländern austauschen. WIR
wollen mit euch die Straßen unsicher machen und letztendlich auch ausgelassen
die Verteidigung der Köpi feiern.
Wir
werden dafür die benötigte Infrastruktur wie: Schlafplätze, Infopunkte,
Infoveranstaltungen, Voküs, Workshops, etc. bereitstellen.
Ihr
seid ALLE dazu aufgerufen, diese Räume zu füllen. Wenn ihr eigene Vorschläge
für Workshops, Infoveranstaltungen, Aktionen usw. haben solltet, meldet euch
unter: wba-actiondays(at)riseup.net
WIR
werden zeigen, dass das Erkämpfen und Verteidigen von Freiräumen noch lange
nicht beendet ist.
WIR BLEIBEN ALLE - ÜBERALL!
http://actiondays.blogsport.de
http://wba.blogsport.de